Ich lag auf Bali im Bett, es war später Abend, warm, mein Freund neben mir, und wir kamen ins Gespräch.
Er erzählte mir von einer Session in einem Ashram, wo Körperarbeit gemacht wurde – direkt, intensiv, ehrlich.
Und irgendwann fiel dieser Satz:
„Wir brauchen weniger Angst vor Trauma.“
Ich hab mich festgehakt an diesem Satz. Weil er so wahr ist. Und so unbequem.
Und weil ich ihn selbst fühlen kann – in mir, in meiner Arbeit, in den Geschichten der Frauen, die ich begleite.
Es ist so menschlich, zu denken:
„Das wird zu viel.“
„Wenn ich das zulasse, breche ich zusammen.“
„Ich will nicht wieder in diese Ohnmacht. In dieses Dunkel.“
Aber weißt du was?
Ohnmacht ist nur ein Gefühl.
Ein sehr tiefes, rohes, intensives Gefühl – ja.
Aber es ist nicht dein Feind. Es ist ein Tor.
Ich möchte dir heute nichts verkaufen. Keine schnelle Lösung, keine Technik.
Ich will dir einfach sagen:
Du darfst fühlen.
Auch die Dinge, die du jahrelang weggeschoben hast.
Auch das, was dir vielleicht nie erlaubt wurde.
Auch das, was du selbst kaum fassen kannst.
Ich weiß, wie das ist.
Ich hab Prozesse erlebt, da dachte ich: Das zerreißt mich.
Aber ich bin durchgegangen.
Und ich bin geblieben. Bei mir.
Nicht, weil ich besonders mutig bin. Sondern weil ich irgendwann gemerkt habe:
Es gibt keinen anderen Weg in die Freiheit, als durch das, was weh tut.
Und wenn du Therapeut:in, Coach oder Heiler:in bist – dann spreche ich heute besonders zu dir.
Du kannst andere nur so tief begleiten, wie du selbst bereit bist zu fühlen.
Mach deine eigene Arbeit. Tauch ein. Immer wieder.
Nicht aus Pflicht – sondern aus Liebe. Für deine Klient:innen. Und für dich.
Trauma ist kein Monster.
Es ist ein Teil von dir, der noch nie gehört wurde.
Ein Anteil, der sagt: „Bitte schau mich an. Ich will nach Hause kommen.“
Und wenn du das tust –
sanft, langsam, gehalten –
dann passiert das, was wir „Heilung“ nennen.
👉 Wenn du das vertiefen willst – ich habe dazu eine Podcastfolge aufgenommen. Sie ist ehrlich. Roh. Direkt aus dem Herzen:
Vielleicht kannst du heute eine Tür öffnen. Nur einen Spalt.
Vielleicht nicht für das ganze Drama – aber für ein bisschen Mut.
Ein bisschen Atmen. Ein bisschen Spüren.
Ich bin hier. Und ich glaube an dich.
Ragna